Unser Garten



Die Lieblingstätigkeit von Rita ist das Graben in feuchter Erde.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Sie hat, so sagt man wohl, einen grünen Daumen.
Wenn Rita einen Besenstiel in die Erde steckt, kann man sicher sein, dass dieser in Kürze Wurzeln schlägt ;O)

Perückenstrauch

Die Themen:

Wildwiesen

Kompost

Mulchen

Impressionen

Wühlmaus und Maulwurf

Unsere Wildwiesen

In vier, teilweise recht ungewöhnlichen Bereichen unseres Gartens, lassen wir alles wachsen, was wachsen will.
Diese Bereiche nennen wir Wildwiesen.

Die Wiese unter dem Kirschbaum.

Es ist eine Schattenwiese, etwa 30 qm groß.
Auf dieser Wiese finden sich:
+ Butterblumen,
+ Schlüsselblumen,
+ blaue und weiße Hyazinthen,
+ Primeln
+ Rotklee
und verschiedene Gräser.

Zum Nachbarn gibt es eine Buchenhecke.
Diese Hecke verhindert, dass Wildsamen zum Nachbarn fliegen.

Im Sommer ist diese Wiese ein Paradies für Grashüpfer, Käfer und Heupferde.

Wiese unter dem Kirschbaum

Die Wiese unter dem Apfelbaum.

Diese Wiese ist im Halbschatten.
Hier finden sich eine ähnliche Pflanzengemeinschaft, wie in der Schattenwiese.

Auch diese Wiese, etwa 20 qm, ist von einer Hecke umschlossen.
Die Wiese ist unter einem toten Apfelbaum.
Deshalb bekommt sie etwas mehr Sonne.

Wiese unter dem Apfelbaum

Die Wildwiese im Rasen.

Vor unserer Gartenhütte haben wir einen etwas größeren Rasen.
Diesen Rasen haben wir unterteilt, in einen inneren Bereich (die Wildwiese) und in einen äußeren Bereich (den Weg).

Gemäht wird also nur der Weg um die Wildwiese.
Diese Wildwiese bekommt einen Großteil des Tages volle Sonne.

Hier wachsen:
+ Gänseblümchen,
+ Milchsterne.

Wildwiese im Rasen

Die Wildwiese auf dem Weg.

Um das Wohnhaus herum haben wir einen breiten Weg für die Feuerwehr.
Diesen Weg haben wir mit Splitt befahrbar und mit Gras grün gemacht.
Auch hier ist der Mittelteil des Weges eine Wildwiese und der Rand ist der Weg zum Laufen.

Wegen dem Splitt als Untergrund wachsen hier etwas andere Pflanzen:
Weißklee,
Gänseblümchen,

Wildwiese auf dem Weg

Nicht düngen

Unsere Wildwiesen werden nicht gedüngt.
Immer wenn die Wildwiesen gemäht werden, wird das Schnittgut abgeräumt.
Nach und nach wird, durch das Abmagern des Bodens, die Biodiversität auf der Wiese vielfältiger.

Nicht vertikutieren

Denn auch die Biodiversität im Boden steigt mit der Zeit, wenn der Boden in Ruhe gelassen wird.
Abgestorbene Pflanzenteile werden durch Regenwürmer, Asseln, Pilze und Bakterien zerlegt und kommen den Pflanzen wieder zugute.

Nicht gießen

Wir gießen unsere Wiesen nicht.
Dadurch bekommen die Pflanzen starke Wurzeln.
Selbst wenn sie im Hochsommer total verbrannt sind, erholen sie sich bei Regen sehr schnell.

Rasen mähen

Unsere Wildwiesen mähen wir nur einmal im Jahr, kurz vor dem Winter.

Anders die Wege um die Wildwiesen.
Diese werden gemäht, wenn die Halme etwa 10 cm lang sind.
Unser Rasenmäher ist dabei immer auf die größte Stufe eingestellt.
So bleiben die Halme 5cm lang und der Rasen bleibt widerstandsfähig.

Rasenkanten setzen

Wir haben Rasenkanten der Sorte Mähfix auf Palette bestellt.
Da waren sie gerade im Sonderangebot.
Diese einmalige Investition erleichtert uns die Rasenpflege sehr.

Kompost

Wir glauben, gesunde und kräftige Pflanzen benötigen reichlich hochwertigen Dünger.
Der beste Dünger, den wir kennen, heißt Kompost.

Wissenschaftler wollen heraus gefunden haben, dass sich in einem Komposthaufen etwa eine Million bio-chemischer Verbindungen befinden.
Viele davon sind sehr kurzlebig.
Sie treten beim Zersetzen der organischen Substanzen auf.

Pflanzen entnehmen ihrer Umwelt immer genau die Substanzen, die sie im Moment benötigen.
Dies erklärt vielleicht, warum der Kompost jedem Industrieprodukt, dass nur aus wenigen Verbindungen besteht, deutlich überlegen ist.

Komposthaufen

In unserem Garten fällt viel Kompost an.
Deshalb haben wir eine Kompoststrecke aus mehreren Komposthaufen gebaut.

Komposthaufen

Die Komposthaufen stehen auf einem Rahmen aus Betonplatten.
Diese Platten helfen beim Positionieren der Haufen und vereinfachen gleichzeitig das Mähen.
In der Mitte fehlen die Platten, damit der Kompost Bodenkontakt hat.

Immer schreddern

Früher haben wir uns sehr viel Mühe gegeben, die Komposthaufen umzusetzen und zu sieben.
Inzwischen wissen wir, dass man sich das sparen kann.

Statt dessen haben wir uns einen leistungsfähigen Leiseschredder angeschafft.
Mit diesem Schredder werden grobe Teile vor dem Kompostieren zerkleinert.

Dadurch benötigen wir viel weniger Platz für den Kompost.
Der Kompost rottet auch viel schneller, weil er durch das Zerkleinern viel dichter wird.

Rosenkompost

In unserem Garten gibt es zahlreiche Gewächse mit Dornen.
Glaub mir, es ist keine gute Idee, diese Dornen in den normalen Kompost zu geben.

Dornen im Kompost tun an den Fingern höllisch weh.

Die Hoffnung, dass sich die Dornen im Kompost zersetzen, hat sich leider nicht erfüllt.
Deshalb haben wir einen extra Haufen, nur für Rosenkompost reserviert.
Hier kommt alles rein, was Dornen hat.

Rosenkompost

In unserem Garten wird jeder Rosenstengel vor dem Kompostieren geschreddert.
Das führt dazu, dass der Rosenkompost nie überläuft.
Es hat sich ein prima Gleichgewicht eingestellt.

Seit mehr als 10 Jahren ist der Rosenkompost noch nie übergelaufen, obwohl jedes Jahr große Mengen dazu kommen.
Dieser Haufen rutscht stetig in sich zusammen.
Die Rosenschnipsel zersetzen sich einfach und sind dann weg.

Immer feucht.

Unsere Komposthaufen stehen unter einem Walnussbaum.
Dort stehen sie im Schatten und im Schatten stehen sie gut.

Im Sommer nehmen wir manchmal den Gartenschlauch und lassen die Haufen sich richtig mit Wasser voll saugen.
Ein Komposthaufen rottet nur, wenn er feucht ist.

Was gehört in den Kompost?

Auf unseren Komposthaufen kommen alle organischen Abfälle.
Besonders Küchenabfälle scheinen die Verrottung anzuregen.

Um Ratten oder Mäuse nicht anzulocken, vermeiden wir es, Abfälle von Fleisch oder Wurst auf den Komposthaufen zu geben.

Terra Preta.

Die Qualität von unserem Kompost verbessert sich erheblich, wenn ich Pflanzenkohle dazu gebe.

Pflanzenkohle ist eine Art Holzkohle aus allen möglichen Pflanzenresten.
Zur Herstellung dieser Pflanzenkohle werden Pflanzenreste unter Luftabschluss erhitzt, so das nur der Kohlenstoff übrig bleibt.
Diese Pflanzenkohle gibt es zu kaufen.

Wenn der Komposthaufen 10 cm gewachsen ist, bekommt er jedes mal eine dünne Schicht Pflanzenkohle.

Die Pflanzenkohle wirkt wie ein Langzeitdünger und sie wirkt wie ein Schwamm.
Wie ein Schwamm saugt die Pflanzenkohle die Nährstoffe aus dem Kompost.

Kaffeesatz hat viele wichtige Mineralstoffe.
Deshalb ist Kaffeesatz auch gut für den Kompost.

Wenn wir die Pflanzen dann mit diesem Kompost mulchen, holen sich die Pflanzen mit ihren Wurzeln bei Bedarf die Nährstoffe aus der Pflanzenkohle.
Pflanzenkohle speichert auch Wasser ganz prima, wie ein Schwamm.

Terra Preta

Was passiert auf dem Komposthaufen?

Im Erdboden leben unzählige Kleinlebewesen.
Das sind Würmer, Asseln, Käfer, Bakterien und Pilze.

Sie alle leben davon, abgestorbene Teile von Tieren oder Pflanzen zu verzehren.
Dabei hat sich jedes dieser Lebewesen auf bestimmte Nahrungsbestandteile spezialisiert.

Unsere Gartenabfälle haben vollen Bodenkontakt.
Das ist eine Einladung für unsere kleinen Helfer.
Schnell haben sie den Komposthaufen übernommen.

Und das, was sie nach ihrem Festmahl übrig lassen, nennen wir Kompost.
Das organische Material wird von ihnen weitgehend abgebaut, so dass die Minerale übrig bleiben.
Diese Minerale benötigen unsere Pflanzen zum leben.

Mulchen

Mit Kompost mulchen.

Fertigen Kompost kann man auf die Erde um die Nutzpflanzen streuen.
Diese Methode nennt man Mulchen.

Mulchen ist völlig unkritisch.
Der Kompost rottet langsam weiter und gibt nach und nach seine Nährstoffe (die Minerale) frei.

Die Kleinlebewesen suchen sich dabei neue Nahrungsquellen und verzehren die abgestorbenen Pflanzenteile, welche sie in der Nähe finden, gleich mit.
Danach ist alles schön sauber und in den besten Dünger für die Nutzpflanzen umgewandelt.

Kompost im Pflanzloch.

Anders, wenn wir Kompost in ein Pflanzloch geben.
Viele Pflanzen vertragen Kompost im Pflanzloch nur, wenn er gut durchgerottet ist.

Ausgesiebter Kompost ist nach 3 Wochen gut durchgerottet.
Vorausgesetzt, er war immer ein wenig feucht.

Mulchen beim Jäten.

Während des Gartenjahres nimmt man immer wieder Pflanzen aus dem Beet, die man da nicht haben will.
Weil es die falschen Pflanzen sind oder weil Pflanzen abgestorben sind oder weil sie zu groß geworden sind und deshalb etwas abgeschnitten werden sollen.

Früher haben wir diese Pflanzenteile brav zum Komposthaufen getragen.
Heute schneiden wir sie gleich vor Ort klein und bedecken mit den Schnipseln freie Flächen am Boden.

Das verhindert prima das Austrocknen des Bodens.
Auch bekommen Unkrautsamen jetzt kein Licht mehr und gehen nicht auf.
Zu guter Letzt freuen sich die Bodenorganismen vor Ort über einen Snack und die Pflanzen freuen sich über das, was die Bodenorganismen übrig lassen.

Weniger Arbeit macht es auch.
Es gibt nur Gewinner.

Mulchen mit Rasenschnitt.

Unser Rasenschnitt kommt nicht auf den Komposthaufen.
Rasenschnitt ist im Frühjahr eine Stickstoffbombe.
Deshalb wird der Rasenschnitt im Frühjahr als 5cm-Schicht um jede unserer Rosen gemulcht.

Später wird auch unser Rasen (nicht die Wildwiese) mit Rasenschnitt gemulcht.
Dazu lasse ich beim Mähen einfach den Fangkorb weg.
Die Regenwürmer sind begeistert und der Rasen wächst prima.

Impressionen aus unserem Garten

Topf
tränendes Herz
Pflaumen
Kletterrose
Akelei

Wühlmaus und Maulwurf

Ein reges Bodenleben lockt natürlich auch unseren Freund den Maulwurf an.
Weil der Maulwurf so ein nützliches und niedliches Kerlchen ist, gönnen wir unserem lieben Nachbarn, dass er an ihm seine Freude hat.

Wie schicken wir den Maulwurf zum Nachbarn?

Das geht ganz einfach.
Dazu benötigen wir eine Flasche möglichst billiges Parfüm.
Gut eignet sich "Titanic".

Der Maulwurfshügel wird vorsichtig abgetragen und das Loch im Boden schön sauber gemacht.
Bei weiteren Maulwurfshügeln machen wir das Gleiche.
Es soll richtig Durchzug im System sein.

Nun sprühen wir das Parfüm in das Loch im Boden.
Es muss darauf geachtet werden, dass sich das Parfüm im Gang gut verteilt.
Etwa 20 Sprühstöße, dann geht es zum nächsten Loch usw.
Erst jetzt verschließen wir alle Maulwurflöcher.

Mit Wühlmauslöchern gehen wir genau so vor.

Die Wirkung.

Die Wirkung tritt sofort ein.
Am nächsten Tag gräbt unser Freund schon in Nachbars Garten die Wiese um.

Der Geruchssinn des nützlichen Kerlchens ist außerordentlich gut entwickelt.
Parfüm mag er gar nicht.

Fairness

Nachdem wir unseren Erfolg ein paar Stunden genossen hatten, kamen wir mit unserem Nachbarn auf ein Bier zusammen und haben ihm die gleiche Strategie empfohlen.

Ein Jahr bleiben wir meist verschont, von weiteren Besuchen.
Je schneller wir reagieren, desto weniger Arbeit haben wir.
Es ist eine recht wirksame und preiswerte Methode.


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